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Durch den Glauben erkennen wir, dass die Welt durch Gottes Wort geschaffen ist, sodass alles, was man sieht, aus nichts geworden ist.
Hebräer 11,3

Gott sprach, Gott schuf, Gott machte, Gott schied. Die Aussage der Genesis ist klar: Gott ist der Schöpfer.

Das alleine ist schon gewagte Aussage, in einer magischen Umwelt, in der Bäume sprechen können und Sonne, Mond und Erde Götter sind, die man durch blutrünstige (Menschen-) opfer besänftigen muss. Die Welt wird danach nie wieder gleich zu denken sein. Die Welt ist seitdem freier und aufgeklärter.

Wenn Gott der Schöpfer ist, dann müssen wir an ihn glauben und dann müssen wir ihm auch nachfolgen. Mit dieser Begründung beginnt Paulus den Römerbrief:

Denn Gottes unsichtbares Wesen, das ist seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit der Schöpfung der Welt ersehen aus seinen Werken, wenn man sie wahrnimmt, sodass sie keine Entschuldigung haben.
Römer 1,20

Das ist eine leichte Verschiebung zum jüdischen Glauben, in dem es heißt:

Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus Ägyptenland, aus der Knechtschaft, geführt habe. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.
2. Mose 20, 2+3

Die Juden sagen: Weil Gott Dich befreit hat, deswegen sollst Du ihn zum Gott haben. Das ist ein persönliches Ereignis. Weil jemand oder eben das ganze jüdische Volk diese Befreiung erlebt hat.

Paulus sagt: Weil Gott Dich geschaffen hat, deswegen sollst Du ihn zum Gott haben.

Wenn heute also den Glauben zerstören will, dann muss er das „Weil“ in Frage stellen. Seine Agenda lautet dann: Wenn Gott die Welt nicht erschaffen hat, dann musst Du ihn auch nicht zum Gott haben.

Vielleicht ist das der eigentliche Konflikt um die Genesis. Es geht nicht darum, ob die Genesis vernünftig ist oder im Widerspruch zur Wissenschaft heute steht. Es geht darum die Genesis als Märchen abzutun, weil Gott dann ein Märchen ist.

Durch den Glauben erkennen wir, dass die Welt durch Gottes Wort geschaffen ist, sodass alles, was man sieht, aus nichts geworden ist.
Hebräer 11,3

Rabbi Jonah sagt, dass die Genesis mit dem Buchstaben bet beginnt, weil er nur von einer Seite, von vorne offen ist. So darf (und kann) man nicht erforschen, was vor der Schöpfung ist und was dahinter steht.(3)

Man kann es nicht beweisen, ob Gott die Welt geschaffen hat und man kann nicht beweisen, dass er es nicht gemacht hat. Das muss man glauben.

Man müsste die Aussage von Kant also folgendermaßen erweitern:
Nachdem Gott, die Unsterblichkeit der Seele und die Freiheit und ob Gott die Welt geschaffen hat durch die Vernunft nicht zu beweisen sind, die Vernunft aber auch nicht das Nichtexistieren dieser Ideen beweisen kann, ist die Frage des Absoluten eine Glaubensfrage: „Ich musste das Wissen aufheben, um zum Glauben Platz zu bekommen.“ (1)

Man kann es nicht beweisen, aber man kann es glauben, dass Gott die Welt geschaffen hat. Genauso wie man glauben kann, dass alles nur ein großer Zufall ist und dass man Schimpansen nur lange genug in einem Raum mit Schreibmaschinen setzen muss, damit ein Sonett von Shakespeare dabei herauskommt.(2)

Man muss aber wissen, dass jeder Glauben einen Preis fordert.

Wer an Gott als Schöpfer glaubt, der muss auch akzeptieren, dass er die Spielregeln bestimmt hat, und er muss sich an sie halten.

Wer an den Zufall und die Beliebigkeit glaubt, der zahlt auch den Preis, dass auch der Mensch nur zufällig und beliebig ist. Er hat keinen wirklichen Grund mehr sich dagegen zu wehren, dass Menschen nach ihrer Verwertbarkeit und Nützlichkeit beurteilt werden.

Quellen:
(1) http://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant

(2) http://de.wikipedia.org/wiki/Infinite-Monkey-Theorem

(3) Rabbi Jonah taught in the name of Rabbi Levi that the world was created with a letter bet (the first letter in Genesis 1:1, which begins …….. Bereishit bara Elohim, “In the beginning God created”) because just as the letter bet is closed at the sides but open in front, so one is not permitted to investigate what is above and what is below, what is before and what is behind.
http://en.wikipedia.org/wiki/Bereishit_%28parsha%29